Pre_Invent:
Resistance as a
digital project

Conference

Wir laden Sie herzlich zur zweiten Veranstaltung der Konferenzreihe Pre_Invent »resistance as a digital project« ein. Die Veranstaltung findet am 15.12.2017 ab 16:30 im Hörsaal 4.E.034 statt. Es werden Ramon Amaro vom Goldsmith College London und Dr. Shintaro Miyazaki von der FHNW Basel vortragen.

Pre_Invent ist eine Konferenzreihe der Hochschule Düsseldorf. Das Ziel der Reihe ist es historische und bestehende Konzepte des Digitalen und Politischen sowie verschiedener Gestaltungsmethoden zu analysieren. Auf dieser Basis werden neue Gestaltungsansätze entwickelt, die das Digitale als Intervention und Austragungsort für politisches Handeln reformulieren.

Program

Freitag
15. Dezember 2017

2nd Chapter:
Resistance as a digital project

Der Eintritt der Veranstaltung ist frei und es ist keine Anmeldung erforderlich.

Aktuelle Information finden Sie auch unter www.facebook.com/preinvent

Veranstaltungsort

Hochschule Düsseldorf
Peter Behrens School of Arts
Campus Derendorf
Gebäude 4, Hörsaal 4.E.034
Münsterstraße 156
40476 Düsseldorf

16:30
Begrüßung und Einführung

Prof. Mareike Foecking

17:00
Design für Utopist*inn*en – Notizen zur (Um)gestaltung digitaler (Um)welten

Dr. Shintaro Miyazaki, FHNW, Basel

18:00
Social Criticism – a digital project

Ramon Amaro, Goldsmith College, London

19:00
Q&A
Diskussion

Speakers

Ramon Amaro
Goldsmith College, London

Ramon Amaro is a Lecturer in the Department of Visual Cultures at Goldsmiths, University of London. His research interests include machine learning, engineering, black ontology, and philosophies of the mind. Ramon is a Research Fellow in Digital Culture at Het Nieuwe Instituut in Rotterdam, and a visiting tutor in Media Theory at the Royal Academy of Art, The Hague (KABK). He is completing his PhD in Philosophy at Goldsmiths, while holding a Masters degree in Sociological Research from the University of Essex and a BSe in Mechanical Engineering from the University of Michigan, Ann Arbor. Along with being a former Assistant Editor for the SAGE open access journal Big Data & Society, he has also worked as a quality design engineer for General Motors and programmes manager for the American Society of Mechanical Engineers (ASME).

Red Lines, Red-lining, and Algorithmic Bias

The consistency of racism and social biases in machine learning has articulated the need to re-assess the field of engineering to include a more human-centred process. Although research in data politics continues to bring forth the detrimental impact of even unwitting non-value added techno-social relations, such as redlining and racial discrimination, software culture is stifled by the logics of mathematics and discrete social quantification. On the other hand, machine learning produces its own logics of both human and techno understanding. In this talk, I explore the dis/continuities between mathematic, machine-mediated knowledge production and racism. In doing so, I seek to open the field of enquiry to re-modulate our comprehension of machine learning and the wider techno-social relation.

Dr. Shintaro Miyazaki
FHNW, Basel

Shintaro Miyazaki ist Medienwissenschaftler und experimenteller Gestalter. Seit 2014 ist er Senior Researcher am Institut Experimentelle Design und Medienkulturen der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW und seit 2017 Programmkurator des dazugehörigen Critical Media Labs. Promotion in Medientheorie und -archäologie an der Humboldt- Universität zu Berlin (2012, Wolfgang Ernst). Seine aktuellen Interessen sind Kybernetik, Komplexität, Zukunft, Commoning und experimentelle Gestaltungsformate.

Design für Utopist*inn*en –
Notizen zur (Um)gestaltung digitaler (Um)welten

Ist das transformative Potential von Design als Weltentwerfen wie es Friedrich v. Borries nennt, nur ein neumodisches Gespenst, ähnlich dem Kommunismus einst vor mehr als fünf Generationen, oder eröffnet es real-konkrete Möglichkeiten zur aktuellen Veränderung unserer verzwickten Lage? Eine Lage, die von Medien(technologien) bestimmt wird, wie mal ein anderer Friedrich, mit Nachnamen Kittler, der Diskurs-Stifter einer nicht mehr ganz neuen Wissenschaft, nämlich der Medienwissenschaft, behauptete.

Nehmen wir beide ernst, erfordert dies nicht nur eine Vertiefung in die Hinterhöfe und Archäologien aktueller Diskussionen um sozialer Netzwerke, Post-Digitalität, Industrie 4.0, Internet der Dinge, künstlicher Intelligenz etc., sondern auch praktisch- gestalterisches Fähigkeiten, die die hochtechnischen digital-maschinistischen Metabolismen, in denen wir involviert und gefangen sind, aufzeigen und umgestalten können. Dies mit dem Ziel eine gewisse Emanzipation aus den energetischen Gefilden post-industriell-planetarischer Großunternehmen wie Google und Facebook anzustreben. Hinzu kommen neue Formen des Lernens und neue Pädagogiken ins Spiel, die vielleicht mit genug Schwung eine Art Mikro-Revolution generieren könnten. Der Vortrag zeichnet die Konturen dieser Ansätze nach und markiert noch fehlenden Lücken für ihre Realisierung.

Imprint

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Peter Behrens School of Arts
Fachbereich Design
Georg-Glock-Straße 15
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